Der 28-jährigen Lisa Mandl nimmt man den Bayern-Fan sofort ab. Von Kopf bis Fuß ist sie in rote Fanartikel gekleidet. Mit ihren Händen hält sie den Stoffbären Bernie fest umklammert, das Maskottchen des FC Bayern. Man spürt Lisas Aufregung. Für die kleine Pressekonferenz hat sie sich ihre Antworten in Großbuchstaben auf einen Zettel gedruckt. "Hinter dem Tor stehe ich und juble laut mit", steht dort. Immer wieder fällt Lisa Mandls Blick auf das Plakat an der Wand. Es zeigt die Allianz-Arena, groß, imposant - und noch leer.

Am Sonntag werden dort wie bei jedem Bayern-Heimspiel 75 000 Fans sitzen. Die Kurve wird in die Farben Rot und Weiß getaucht sein. Und mittendrin, auf dem Rasen, stehen dann 24 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus der Selbsthilfegruppe "Von wegen Down" aus Garching an der Alz. Hand in Hand mit den Fußballstars dürfen Lisa Mandl und die anderen beim Bundesligaspiel des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach auf das Spielfeld gehen, 22 mit den Fußballern und zwei als Fahnenträger. Es wird das erste Mal sein, dass Kinder mit Down-Syndrom in die Münchner Arena einlaufen. Link zum kompletten Artikel bei http://www.sueddeutsche.de